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Der Name DUWE bedeutet Taube / Taubenhändler und kommt hauptsächlich im West-Europäischen
Raum vor.
![]() Hermann Wilhelm Duwe |
[22] HERMANN WILHELM
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[23] MARIA AGNES ELEONORE
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![]() Maria Agnes Eleonore FRANKEN |
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geheiratet am 13.07.1885 in Berlin Hermann Wilhelm ist der Sohn von [45] ANNA DUWE (ev.). Anna Duwe ist Dienstmagd in Alt-Schwederowo (Schwedenhöhe) bei Bromberg.
Hier wird am 12.12.1842 um 9 Uhr abends ihr Sohn CARL AUGUST geboren.
Am 2. Weihnachtsfeiertag läßt sie ihn in der evangelischen Kirche der
Stadt Bromberg taufen. Als Paten werden genannt: Anna Duwe war zuletzt wohnhaft im Landkreis Konitz, Westpreussen. |
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![]() Hermann Wilhelm Duwe |
Nach Aufenthalt in Wittenberge kam er Ende 1878 nach Berlin und nahm in Spandau bei Pfarrer Thomas christlichen Unterricht und konvertierte zum katholischen Glauben. Er hat zuerst als selbständiger Schneider Uniformröcke genäht. Er gab dieses Unterfangen aber auf und wurde Hausmeister in der Niederwallstraße, wo er häufig mit dem Geistl. Rat Eduard Müller verkehrte. Dann wurde er als Schneider und später (1883) als Krankenwärter im St. Hedwigs-Krankenhaus beschäftigt. Zwecks Eheschließung musste er sich nach einer anderen Wohnung und Beschäftigung umsehen und wurde am 01.07.1885 Portier in der Hildebrands Privatstr. 7a, Villa II. (Maas), an der Tiergartenstraße. Die Straße wurde 1853 vom Hoflieferanten Hildebrand als Privatstraße auf dem Grundstück Tiergartenstraße Nr. 21, vormals Gartenrestaurant "Teichmanns Blumengarten", angelegt und zuerst Hildebrands Privatstraße genannt. 1854 entstand dort eine Sommerhauskolonie. 1868 wurde die Straße verbreitert, 1878 gepflastert. 1893 bekam sie den Namen Hildebrandstraße. Am 20. Mai 1956 wurde sie in eine öffentliche Straße umgewandelt. Von den einst errichteten Gebäuden ist nur das Haus Nr. 5 (Botschaft Estlands) erhalten. Nach der Verlobung am 12.10.1884 heiratete Hermann am 13. Juli 1885 vor dem Standesbeamten die Näherin MARIA AGNES ELEONORE FRANKEN aus der Griebenowstr. 21 in Berlin, Prenzlauer Berg. Als Zeugen waren erschienen der Maurer Karl Siche und der Strumpfwirker Bernhard Nowack. Die kirchliche Trauung fand am selben Tage in der St. Hedwigs-Kirche durch den Geistl. Rat Eduard Müller statt. |
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Maria ist das erste Kind von [46] JOHANN THEODOR FRANKEN und seiner Ehefrau [47] LUISE JERG. Der Vater trat 1845 beim Kaiser Franz-Garde-Grenadier-Regiment No.2 bei der 8ten Companie ein. Er diente in dem Regiment bis zum 1.7.1857 und wurde dann Bureaudiener im Zeitungs-Comtoir bei der königlichen Post in Berlin. Am 1.2.1865 wurde er Briefträger. Die Familie wohnt in der Mauerstr. 61 in Berlin.Die Mutter Luise Jerg lebte seit dem 14. Lebensjahr bei ihrem Oheim, dem Königl. Kammer-Lakai Friedrich Boeger und dessen Frau Magdalena geb. Jerg. Als sie am 13.12.1867 stirbt ist Maria noch keine 10 Jahre alt. Der Vater kümmert sich sehr um die Kinder, er unterrichtet selbst die Älteste und schickt sie zum Abschluß auf die Hedwig-Schule. Nach zwei Jahren geht Maria mit einem guten Zeugnis ab. Als ihr Vater zum zweiten Mal heiratet und zwar die evangelische Luise Hahn und nach Wittenberg zieht, kommt Maria zu Pflegeeltern: den Warenvervalter Ferdinand Pittelkau und seine Frau Henriette geb. Jedrzinski. Sie hat viel Schwierigkeiten, weil sie immer bemüht ist ihren katholischen Glauben zu bewahren. Als nun auch der Vater stirbt (30.05.1877 in Wittenberg) wird sie einem Vormund übergeben, dem Zimmermann Oskar Burmeister. Sie bemüht sich um den Zusammenhalt mit ihren Geschwistern. Zuerst heiratet ihre Schwester Anna (ca. 1880) Bernhard Nowack. Fritz heiratet Anna Hahn (uneheliche Tochter seiner Stiefmutter). Dann heiratet auch Maria. Als das dritte Kind sich anmeldete, wurde der Familie Duwe zum 01.10.1888 gekündigt und es erfolgte der Umzug in die Scharnhorststr. Ecke Kielerstr. in Berlin-Mitte. 1891 zog die Familie nach Moabit in die Turmstr. 44. Das Haus gehörte dem St. Hedwig-Frauen-Verein. Hier übernahm Hermann die Portier-Aufgaben und bekam im Parterre eine Wohnung. Daneben führte er noch sein Schneiderhandwerk aus mit Spezial-Reparaturen und Kunststopferei. Die Dominikaner waren durch Kulturgesetze vertrieben, erst 1889 zum "Zwecke der Seelsorge" neu zugelassen. Die Errichtung der St. Paulus-Kuratie für 13.000 Seelen erfolgte mit Wirkung vom 1. Oktober 1895 in Moabit. Der erste Küster wurde Hermann Duwe. Dieses Amt hatte er 31 Jahre inne. Im Laufe der Jahre wurden durch Heirat die Familien NOWACK, REISCH und SCHUR auch Mieter in der Turmstr. 44. Maria Nowack übernahm die Portier-Stelle. Duwes zogen in den 4. Stock. Hermann Wilhelm und Maria Agnes Elionore haben zehn Kinder, alle in Berlin geboren:
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[11] Annawurde in St. Hedwig getauft und heiratete am 02.10.1911 GEORG REISCH in Berlin-Moabit (St.Paulus-Kuratie) Ein Jahr nach der Hochzeit wurde Anna Mutter, Brigitta Dorothea Maria wurde am 04.10.1912 geboren. Die Entbindung war - wie damals allgemein üblich - zu Hause. Bei Komplikationen kam ärztliche Hilfe oft zu spät. Am 30.07.1917 wurde ein Sohn geboren. In der Nottaufe erhielt der Knabe den Namen Hubertus. Es war wegen Querlage eine schwere Geburt. Am Abend standen die Fenster im Zimmer der Wöchnerin weit auf. „Zwei Engel kamen durchs Fenster", so erklärten die Tanten es Brigittchen, „und haben das Brüderchen wieder zum lieben Gott in den Himmel genommen." Auf dem Stuhl am Bett hatten die Tanten eine kleine Jungen-Puppe gesetzt, die Gittchen bekam. Gitta aber wollte einen Hubert haben. Sie bekam ihn nach über 32 Jahren als eigenen Sohn. Anna gebar in ihrer Ehe noch zwei Jungen: Georg(2) am 15.02.1919 und Hermann am 13.02.1923. Beide kamen in schweren Notzeit zur Welt. Am 2.10.1936 gab es dann eine Doppelhochzeit. Anna und Georg, das Silberbrautpaar führten ihre Tochter Brigitta und ihren Schwiegersohn Rudolf WOELKY zum Traualtar in der St. Paulus-Kirche in Berlin-Moabit. Nach der Verheiratung der Tochter hätte Anna nun mehr Zeit für ihren Mann und ihre Söhne gehabt, aber es kam bald anders. Die Söhne mussten zum Arbeitsdienst bzw. zur Landhilfe und kamen danach als Soldaten an die Front. Durch die „Mutter und Kind" Aktion kamen schwangere Frauen aus dem nun bald Nacht für Nacht von Bombenflugzeugen heimgesuchten Berlin in weniger gefährdete Gebiete. Tochter Brigitta kam am 12.08.1943 nach Buckow in der Märkischen Schweiz. Anna begleitete sie und sollte vor zwei Jahren nicht mehr nach Berlin zurückkehren. Georg als Luftschutzwart durfte Berlin nicht verlassen. Nach der Geburt von Ursula, Annas viertem Enkelkind, kam Anna mit Tochter und Enkelkindern nach Neu-Mandelkow in der Neumark, danach nach Groß-Mandelkow. Zuerst Unterkunft im Landschulheim, nach vier Monaten dann im Haus der Pastorenfamilie Thomas. Der Gemeindesaal wurde zur Wohnung hergerichtet, Schwiegersohn Rudolf schaffte die Einrichtung seiner Wohnung Birkenstr. 42 per Güterwagen von Berlin nach Groß-Mandelkow. Kaum ein Jahr war vergangen, da zogen Flüchtlinge aus dem Baltikum, aus Ost- und Westpreußen, Pommern und Posen gen Westen und belegten auch in Groß-Mandelkow jedes freie überdachte Plätzchen. Den Flüchtlingen folgten die Russen. Anna organisierte und schaffte Essbares ins Haus. Sie kochte für die Angehörigen und für Flüchtlinge und ertrug Schweres durch Russen und Polen. Dieser Kreuzweg 1945 endete als Vertriebene mit dem Fußmarsch nach Berlin. weiter unter [10] REISCH, Georg und Anna |
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FelixFelix wurde in St. Hedwig getauft. Nach 6monatigem Krankenlager starb Felix mit nur 12 1/2 Jahren an Herzwassersucht. |
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HedwigHedwig wurde in St. Sebastian getauft und heiratet am 06.05.1912 in St. Paulus Berlin-Moabit MARTIN SCHUR Die Ehe mit Martin B. dauerte nur drei Jahre. Er war Bankangestellter und wurde am 12.03.1915 als Reservist zur Infanterie eingezogen und am 29.06.1915 der 12. mobilen Kompanie Garde Füs.Reg.201 zugeteilt. Lt. Kriegsstammrolle ab 30.06.1915 im Kriegseinsatz von Zlota-Lipa, Stellungskämpfe und Durchbruch a.d.Zl.-Lipa am 27.08., Verfolgung bis Strypa, 05.09. Verfolgung z. Sereth, 06.-07.09.1915 Tarnopol und am 07.09.1915 bei Bucniow in Ostgalizien gefallen Hedwig und Martin B. bekamen zwei Kinder: Am 19.02.1913 wurde Margarete Regina Eleonore und am 26.02.1916 Martin Hermann Paul geboren. Martin wurde am 29.09.1940 zum Priester geweiht. Er war im Bistum Berlin tätig (Rathenow, Spandau, Hennigsdorf, Tempelhof und Siemensstadt). Ende 1963 wurde er Pfarrer der Gemeinde Bruder Klaus in Berlin-Britz-Süd. Am 11.06.1988 starb er in Berlin-Charlottenburg. Margarete (Marga) war zunächst als kfm. Sekretärin beschäftigt um dann den Beruf der Katechetin auszuüben. Als ihr Bruder seine eigene Pfarrei bekam war sie zunächst Pfarrhelferin und übernahm nach dem Tod der Pfarrhaushälterin auch diese Stelle. Nach dem Tod ihres Bruders zog sie in das Kardinal-Bengsch-Zentrum in Berlin-Charlottenburg. weiter unter Nebenlinie SCHUR |
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MariaMaria und ihre Zwillingsschwester Regina Maria wurden in St. Paulus getauft. Regina starb im Alter von zwei Jahren und Maria wurde als tot eingetragen. Erst als sich Maria bei der Post bewarb, kam der Irrtum heraus. Vater Duwe mußte die Sache auf dem Standesamt in Ordnung bringen. Maria begann im Dezember 1916 als Telefonistin bei der Deutschen Reichspost im Fernmeldeamt 2 Berlin. Im April 1922 wechselte sie zur Deutschen Bank & Disconto Gesellschaft Berlin. Von 11.1930 bis 3.1931 war sie bei Hers & Rom Berlin beschäftigt. Erst im November 1934 hatte sie dann wieder Arbeit bei der Vereinigung Bastfaser Berlin bis zum Ende des Krieges im April 1945. Nach dem Krieg zog sie dann bald zu ihrer Schwester Dora nach Bliesheim und wohnte zuletzt im dortigen Marienstift. |
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Johanneswurde in St. Paulus getauft und heiratete am 24.02.1921
in der Herz-Jesu-Kirche in Berlin-Charlottenburg ELISABETH AMBERGER
aus Eydtkuhnen, Ostpreußen, † 06.10.19??. Die Trauungsfeier wird durch
Prälat Lichtenberg gehalten. Johannes und Elisabeth haben einen Sohn:
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Dorotheawurde in St. Paulus getauft. Nach dem Abschluss des Lyzeums war sie bis 1917 bei der Bank tätig. Von 1917-1920 besuchte sie das Lehrerseminar in Berlin Schöneberg, Winterfeldplatz, und erhielt ihre erste Lehranstellung an der ev. Grundschule am Zeppelin-Platz in Berlin-Wedding. Nach neun Monaten wurde sie jedoch fristlos entlassen, weil sie Katholikin war. Eine öffentliche Äußerung des Pfarrers Lichtenberg (später Prälat und in Plötzensee erschossen): "Katholiken hungern eher, als an evangelischen Schulen tätig zu sein.", machte alle katholischen Lehrkräfte an evangelischen Schulen arbeitslos. Jahrelang gab es keine Verwendung katholischer Lehrer in Berlin. In den Jahren 1921-1924 besuchte Dora Kurse in Schreibmaschine und Stenographie, nahm Aushilfsstellen bei der Bank an und unterrichtete privat für 3,- RM pro Stunde behinderte Kinder. 1925 erhält sie eine Stelle an einer Privatschule in Zschornewitz/Sachsen. Von 1926-1934 ist sie als einzige weibliche Kraft im Geheimen Staatsarchiv in Berlin-Dahlem tätig. Als ihr 1934 eine Stelle als Lehrerin in Bliesheim/Erft angeboten wird, nimmt sie freudig an. Sie ist tätig in Schulen von Bliesheim, Bonn und Küdigshoven. Nach über 25 Jahren Lehramt ging sie als Konrektorin in Pension und wohnte dann im Seniorenheim in Brühl. |
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