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Am 8. April 1891 bettete man im Dom zu Frauenburg ein Guttstadter Kind zur ewigen Ruhe, an das die Stadt Guttstadt mit Stolz denken soll. Es war der am 1. September 1822 zu Guttstadt als Sohn des Kaufmanns Peter und Magdalena geb. Wagner, Woelkyschen Eheleute geborene Kapitelsekretär und Bischöflische Ceremoniar Carl Peter Woelky „ein Mann, der auf dem Gebiete der preußischen Provinzialgeschichte bei allen stimmfähigen Zeitgenossen eines hohen Ansehens sich erfreute und dessen wissenschaftliche Leistungen auch bei der Nachwelt auf ehrenvolle Anerkennung zu rechnen haben werden. Als Mitbegründer und des Vereins für die Geschichte und Altertumskunde Ermlands, in dessen Dienst er bis, zu seinem Tode seine große Arbeitskraft mit seltener Uneigennützigkeit und Treue stellte, wird er unvergesslich bleiben." (Dr.Hipler - Gedenkblatt)
Gymnasiast in Braunsberg, Theologe in Breslau und Braunsberg, Vikar in Rößel , wurde er 1848 Domvikar in Frauenburg. Dort widmete er sich in seinen freien Stunden mit Eifer der Geschichte Ermlands. Täglich speiste er an der Tafel des Bischofs, wobei er durch die beim Bischof beliebten Gespräche über die vergangenen Zeiten viel Anregung erhielt. (Woelky war ein Neffe des Bischofs Geritz).
Woelky gab zusammen mit seinen Freunde Saage die "Monumenta" heraus. Er lieferte alljährlich Beiträge. Er wurde dadurch weit bekannt. Er war in Frauenburg mit dem Domkapitular Dr. Eichhorn, dem bischöflichen Sekretär Saage, den Braunsberger Professoren Dr. Beckmann und Dr. Thiel sowie dem Oberlehrer Dr. Bender Gründer des HISTORISCHEN VEREINS FÜR ERMLAND.
Mit Datum vom 6.5.1867 sandte ihm die Universität Königsberg das Ehrendiplom eines Doktors der Philosophie der Albertus-Universität -in Anerkennung der ausgezeichneten und erfolgreichen gelehrten Tätigkeit. Es war das erste Mal, dass die Albertina während der Jahrhunderte ihres Bestehens einen katholischen Priester mit ihren höchsten Ehren schmückte. Diese Auszeichnung wurde für Woelky eine "neue und frische Anregung, der Wissenschaft auch weiterhin seine Kräfte zu widmen. Außer der "Monumenta" gab Woelky Urkundensammlungen des Bistums Kulm und des Ordensstaates heraus, ebenso Urkundenbücher der Bistümer Pomesanien und Samland, ein eifriger Forscher der Archive.
In „Altpreußischen Forschungen" 1924 Seite 110 urteilt Hermann Gölub: "Unter der Zahl seiner Mitglieder (des Ermländischen Geschichtsvereins) sei vor allem der um die ost-westpreußische Quellenforschung verdienstvollste Gelehrte" der Domvikar Dr. Woelky (1822 - 1891) genannt. Auf Grund dieser ausgezeichneten Arbeit ist Woelky als erster Katholik von der protestantischen Albertina promoviert worden.
Hubert Woelky
zur Familienseite von Carl Peter Woelky
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Konrad Wölkigeboren am 27.12.1904 in Berlin geheiratet am 22.11.1929 Frieda Fridek in Berlin 2. Ehe mit Gerda Rhinow gestorben am 05.07.1983 in Berlin
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Am 5. Juli 1983 hat in Frohnau das Herz des Berliner Komponisten Konrad Wölki zu schlagen aufgehört. Wer war Konrad Wölki? mag mancher fragen, der zwar viel ins Theater und Konzert geht, dann aber "nur" in die Philharmonie oder die Hochschule. Gewiss dieser Bereich ist im Schaffen Wölkis kaum vertreten: Er sah seine Berufung auf dem gerade heute besonders notwendigen Gebiet des Liebhabermusizierens. Wer aber diese Konzerte im Laien- und Musikschulbereich ein wenig verfolgte oder die Rundfunkprogramme genauer las, begegnete seinem Namen immer wieder. Und dies nicht nur hier in Berlin, sondern in Deutschland, Europa und darüber hinaus.
Am 27.12.1904 in Moabit geboren, wurde er bereits 12jährig Mitglied des Kinderchores an der Königlichen Oper Berlin. Schon als 18jähriger - 1922 - gründete er ein Orchester aus Mandolinen- und Gitarrenspielern, das zunächst ganz zeitgemäß "Mandolinenorchester Fidelio" hieß, 1929 und 1934 den Namen wechselte und schließlich 1937 den endgültigen Namen "BERLINER LAUTENGILDE" erhielt, in Anlehnung an Fritz Jödes "Musikantengilde".
Diese mehrfache Namenssuche ist ein äußeres Zeichen dessen, was er selbst zeitlebens war: ein Wacher und Suchender. So war er einer der ersten, die sich intensiv um die Erforschung der Mandoline verdient machten, was sich in wissenschaftlichen Veröffentlichungen niederschlug. Dies befähigte ihn, den historischen Ursprung der Mandoline in seine überaus erfolgreiche pädagogische Tätigkeit einzubeziehen und in vielen Dingen gegen den Strom der damals gängigen Praxis des Zupfinstrumentenspiels anzugehen. Die Anerkennung blieb nicht aus.
Wölki war von 1934 bis 1940 Lehrer für Zupfinstrumente am Stern'schen Konservatorium Berlin, Mitglied des Prüfungsausschusses für die Staatliche Musiklehrerprüfung seit 1939, 1948 bis 1959 Leiter der Volksmusikschule Reinickendorf und von 1962 bis 1966 Leiter des Seminars für Jugendmusikerzieher am Städtischen Konservatorium Berlin (jetzt zur Staatl. Hochschule für Musik und darstellende Kunst gehörend). In den letzten Jahren, als er sich weitgehend aus der öffentlichkeit zurückgezogen hatte, begegneten wir ihm noch des öfteren in der Jury des Wettbewerbs "Jugend musiziert".
Was Segovia für die allgemeine Anerkennung der Gitarre geleistet hat, hat gewiss Wölki für das Mandolinenorchester oder - fachlich richtiger ausgedrückt - für das Zupforchester getan. Dies geschah zum einen durch eine immense Zahl von Eigenkompositionen und schöpferischen Bearbeitungen, zum anderen durch Gewinnung und Anregung anderer Komponisten. In mehreren von deren Werken bemerkt man seine Einflüsse, nicht zuletzt wohl deshalb, weil er auch eine Instrumentationslehre für Zupfinstrumente verfasste, die 1948 in 2. Auflage bei Ragotzky erschien.
Wölkis kompositorisches Schaffen gliedert sich in drei Abschnitte: Der, man muss es schon so nennen, sinfonischen Schreibweise der 20er Jahre, heute noch (oder wieder) gern gespielt, folgte eine neo-barokke Periode etwa ab Mitte der dreißiger Jahre, bis Wölki sich in den fünfziger Jahren dann moderneren Harmonien und Rhythmen zuwandte. Experimentelle Musik und viele Werke der Avantgarde waren ihm zuwider (mehr als einmal sah man ihn ein Konzert verlassen, wenn graphische Partituren erklangen) - andererseits galt er selbst in seinem Bereich als Neuerer, der nicht immer gleich verstanden wurde. Als eines seiner Hauptwerke mag das "Konzert für Violine, 2 Flöten und Zupforchester" Op. 57 genannt werden, das 1954 entstand und in der Neufassung von 1966 nun wohl im kommenden Jahr (1984) gedruckt wird.
Neben etlichen Lehrwerken und einiger pädagogischer Musik zeigte sich seine stete, über sein engeres Fach hinausgehende Wachsamkeit in vielen Artikeln, die er für Fachzeitschriften verfasste, ebenso wie in der Tatsache, dass er als einer der ersten den Gitarrenboom an den Musikschulen erkannte und in die Bahn chorischen Gitarrenspiels zu lenken wusste, hierin unterstützt von seiner zweiten Frau, Gerda Wölki.
Es ist ihm gewiss schwergefallen, 1972 (nach 50 Jahren!) die Leitung seiner "BERLINER LAUTENGILDE" seiner Frau zu übergeben, die seit 1953 das "Jugend-Zupforchester" und ab 1958 den "Gitarrenchor" der "LAUTENGILDE" leitete. Gesundheitliche Beeinträchtigung hinderte ihn jedoch nicht, am Schreibtisch weiterzuarbeiten und seine umfangreiche Korrespondenz zu führen. Tage vor seinem Ableben übersandte er noch eine aktuelle Stellungnahme an die Fachzeitschrift "zupfmusik–gitarre" des Bundes Deutscher Zupfmusiker, dessen Ehrenmitglied er war.
Es bliebe noch vieles zu erwähnen – aber die betrübliche Tatsache bleibt, dass einer von uns gehen musste, der noch voller Tatkraft und Pläne war. Tröstlich: Seine Werke bleiben uns, und die Tatsache, dass seine Werke und Schriften bereits 1977 mit einer Million Exemplaren verbreitet waren, zeigt, wie beliebt Konrad Wölki in Zupferkreisen war und ist. Während seiner Beisetzung auf dem Städtischen Friedhof Frohnau am 19. Juli erklang, gespielt von ehemaligen Mitgliedern der "BERLINER LAUTENGILDE", eines seiner Lieblingswerke: die "Suite Nr. 1" aus dem Jahr 1935.
Michael Kubik (nord-berliner / kultur- & theaterforum) 1983
www.mandoisland.de
widmet sich unter "Mandolinenschulen" vielen Werken von Konrad Wölki
www.taunusfreunde.de/
bietet das Wiesbadener Mandolinen-Orchester die Suite Nr.2 für Zupfinstrumente /
Op.31
von Konrad Wölki zum Download an.
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zur Familienseite von Konrad Wölki
Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki |
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Rainer Maria Woelki ist am 02. Juli 2011 von Papst Benedikt XVI. zum Erzbischof von Berlin ernannt worden. Woelki folgt dem Berliner Erzbischof Georg Kardinal Sterzinsky nach, der aus gesundheitlichen Gründen im April 2011 auf sein Amt verzichtet hatte und am 30. Juni 2011 verstorben ist. Rainer Maria Woelki wurde am 18. August 1956 als Sohn der Eheleute Elisabeth und
Alfons Woelki in Köln-Mülheim geboren. Zur Familie gehören ein jüngerer Bruder
und eine jüngere Schwester. Am 14. Juni 1985 empfing Woelki im Kölner Dom die
Priesterweihe. Seine erste Kaplanstelle übernahm er anschließend an St. Marien
in Neuss. Im selben Jahr noch wurde er zudem Präses der Kolpingfamilie
Neuss-Zentral. 1989 stellte ihn der Erzbischof für die Militärseelsorge frei.
1990 wurde er Kaplan an St. Joseph in Ratingen. Ein halbes Jahr später folgte
seine Ernennung zum Erzbischöflichen Geheimsekretär. Zum 1. März 1997 übernahm
Woelki die Leitung des Theologenkonvikts Collegium Albertinum in Bonn. Papst
Johannes Paul II. ernannte ihn 2000 zum Kaplan Seiner Heiligkeit mit dem Titel
Monsignore. Im gleichen Jahr wurde er in Rom mit einer Arbeit über den
ekklesiologischen Ort der Pfarrei zum Doktor der Theologie promoviert. Am 18. Februar 2012 wurde Dr. Rainer Maria Woelki als jüngster Kardinal vom Papst Benedikt XVI. in das Kardinalskollegium aufgenommen. |
![]() Manfred Woelky im Gespräch mit dem Kardinal während einer kirchlichen Veranstaltung am 28.03.2012. |
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